Fuchsräude
Zehn verseuchte Füchse mussten im Borngebiet von den Jägern erlegt werden.
Die Fuchsräude hat das Mittelland erreicht. Im solothurnischen Jagdrevier Dorneck-Tierstein und im Gebiet Passwang wurden verdächtige Tiere gesichtet.
Nach Angaben von Mark Struch, Verwalter-Stellvertreter in der Abteilung Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn, häufen sich die Fuchsräude-Fälle im Mittelland seit vergangenem Jahr. «Gerade im nördlichen Jagdrevier Dorneck-Tierstein sowie im Raum Passwang wurden Tiere mit Verdacht auf Räudebefall gesichtet», sagt Struch. Konkrete Zahlen kann er jedoch keine nennen.
Gefahr auch für andere Tiere
In den Revieren Murgenthal und Vordemwald mussten kürzlich drei Füchse mit starkem Räudebefall erlegt werden. Bei der Fuchsräude handelt es sich um einen Hautparasit, der von Grabmilben übertragen wird. Die Milben-Weibchen legen in den oberen Hautschichten des betroffenen Tieres ihre Eier ab. In der unteren Hautschicht schlüpfen die Larven aus. Dabei kommt es zu einer bakteriellen Entzündung. Die Folge: Haarausfall und starker Juckreiz, im schlimmsten Fall offene Wunden. Die Milben werden durch Berührung übertragen, weshalb auch für herumstreunende Hunde eine starke Ansteckungsgefahr besteht. In der Revierjagd-Schweiz-Verbandessektion Solothurn (RJSo) ist die Fuchsräude in der letzten Zeit «nicht wirklich ein Thema
gewesen», sagt Präsident Bruno Born. Er habe Kontakte zu den von der kantonalen Jagdverwaltung als speziell
betroffen genannten Revieren. Stark hingegen ist der Fuchsräude-Befall laut Urs Liniger (Härkingen) vom Hegering Olten-Gösgen-Gäu im Revier Born. «Wir haben rund zehn kranke Tiere erlegt.»
(kas)
Quelle: Solothurner Zeitung, 25.02.2010
Symptome, Vorbeugung und Behandlung bei Hunden und Katzen
Hier finden Sie einige Fragen und Antworten zum Thema «Fuchsräude».
(PDF, dazu benötigen Sie den Acrobat Reader.)